Alleskönner Smartphone – Eine Alternative zum Navi?

veröffentlicht am 29. September 2016 in Navi-Blog von
Navigierendes Smartphone

Smartphones kommen mittlerweile in den unterschiedlichsten Alltagsbereichen zum Einsatz, keine Frage. Die klassische Digitalkamera beispielsweise wurde mit der Zeit nahezu überflüssig. Und wer durchs World Wide Web surfen möchte, benötigt schon seit Langem kein PC oder Laptop mehr. Und auch als Navi scheinen die kleinen Alleskönner gerne genutzt zu werden. Die zahlreichen und mitunter häufig sogar kostenlosen Apps machen schließlich auch das Navigieren und Agieren im Straßenverkehr möglich. Doch sind die Smartphone-Apps tatsächlich so nützlich und so zuverlässig, wie es ihre Entwickler behaupten? Oder lohnt sich nicht doch noch der Griff zu einem klassischen Navi? Die folgenden Zeilen bringen Licht ins Dunkel …

Vorteile der Smartphone-Navigation

Einen klaren Vorteil bringt die Smartphone-Navigation in punkto Platzbedarf mit sich. Man hat Ihn ohnehin stets bei sich. Das 5 Zoll Navigationsgerät dagegen steckt man nicht so ohne Weiteres in die Westentasche.

Ein weiterer Pluspunkt der Navigation per Smartphone: Verkehrsinformationen und insbesondere Stauwarnungen finden bei stetiger Internetverbindung wesentlich schneller ihren Weg zum Fahrer als bei preiswerten Navis mit klassischer TMC-Funktion. So sind mitunter auch erst kürzlich erfolgte Stauwarnungen, die im Radio noch nicht erwähnt wurden, auf der Kartensoftware zu entdecken. Die Möglichkeit der Stauumfahrung, wie sie bei richtigen Navigationsgeräten üblich sind, bieten allerdings nur die kostenpflichtigen Apps. Dank der teilweise integrierten Social Media-Funktionen und Zusatzinformationen über Zielorte per Internetrecherche lassen sich etliche weitere Optionen nutzen – angefangen von einer kurzen Wettervorschau bis hin zur automatischen „Ich-bin-sicher-angekommen“-Benachrichtigung an Freunde und Bekannte.

Nachteile – Hier stoßen Smartphones an ihre Grenzen

Für den zweckmäßigen Gebrauch empfiehlt es sich für das Smartphone eine spezielle Kfz-Halterung und ein Ladekabel für den Anschluß an den Zigarettenanzünder anzuschaffen. Die Routen-Apps beanspruchen die Akkuleistung enorm, was den Anschluß des Ladekabels im Navi-Modus erforderlich macht.

Einen Nachteil stellt der Online-Aspekt dar, denn viele Apps funktionieren einzig und allein mit Online-Karten! Wer sich also gerade in einem Mobilfunkloch befindet, kann schnell vom rechten Pfad abkommen! Zudem wird das Datenvolumen des Mobilfunkvertrags belastet.

Bei der Bedienung und bei der Menüführung können die Smartphone-Apps nicht mit etablierten Navigationsgeräten mithalten. Die oftmals besser strukturierte Straßenansicht, die Kombination von mechanischen Tasten mit reaktionsempfindlichen Displays und insbesondere der Verbleib von nervenden Pop-ups und Werbeeinblendungen sprechen für das Profi-Navi-Gerät! Auch die Sprachansagen sind  bei den Navigationsgeräten etwas präziser. An seine Grenzen könnte ein navigierendes Smartphone auch im Hochsommer stoßen. Die Smartphones sind diesen enormen Temperaturen, die unmittelbar hinter der Windschutzscheibe herrschen einfach nicht ausgelegt. So kann es an heissen Tagen durchaus passieren, dass das Smartphone sich während der Fahrt ausschaltet um sich „abzukühlen“.

Besonderheiten und Beispiel-Apps

Neben den grundsätzlichen Vor- und Nachteilen können noch einige Besonderheiten von Smartphone-Navis aufgezählt werden. Der bereits angeklungene Preisfaktor beispielsweise entfällt bei manchen Lösungen fast komplett. Apps wie „Google Maps“, „Apple Karten“ oder „Waze“ völlig kostenlose zu haben. Zudem gibt es mittlerweile auch für Smartphone-Navis Offline-Karten zu haben. „Here WeGo“, welches zuvor unter „Here Maps“ im Hause Nokia entwickelt wurde, bietet zum Beispiel auch Offline-Karten zum Download an. Der Bestseller „Navigon“ bietet ebenfalls diese Möglichkeit, kostet den Nutzer jedoch eine recht stolze Summe: 4,99 Euro für einen Monat bis hin zu 79,99 Euro für die zeitlich unbegrenzte Nutzung werden für diesen Straßenkenner fällig! Dennoch: Die Apps bieten noch viele weitere Optionen. So sind in manch Versionen beispielsweise Caresharing-Angebote und Zapfsäulenstandorte für E-Autos integriert. Auch Notruffunktionen sind bei vielen Apps eingeflossen. Und: Mittlerweile können auch am PC Routen geplant und anschließend ans Smartphone geschickt werden.

Fazit

Wer bereits ein hochwertiges Smartphone besitzt und ihn nur selten zum Navigieren gebraucht, darf sich ruhig auf dessen Navigation verlassen.


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