Auf zwei Rädern direkt ans Ziel – die besten Motorrad Navis 2017

Im PKW sind Navigationsgeräte kaum mehr wegzudenken. Und auch wer sich gerne aufs Bike setzt und zu längeren Touren aufbricht, denkt früher oder später über den Kauf eines Motorrad Navis nach. Schließlich will auch der gemütlichste Biker sicher und zuverlässig ans Ziel kommen, ohne nach dem Weg zu fragen oder umständlich Kartenmaterial wälzen zu müssen.

Doch hier stellt sich die Frage: Reicht es nicht einfach aus, Google Maps oder vergleichbare Apps aufs Smartphone zu installieren und sich über die Kopfhörer navigieren zu lassen? Oder lässt sich nicht auch das PKW-Navi ganz einfach für die geplante Bike-Tour verwenden? Wozu ein Navi nur fürs Motorrad kaufen?

Tatsächlich ist es für mehr oder weniger ambitionierte Biker sinnvoll, ein speziell für Motorräder entwickeltes Navi anzuschaffen. Hier erfährst du, warum und welches im Vergleich die besten Motorrad Navis sind.

 

Weshalb ein spezielles Motorrad Navi?

Navi ist Navi, könnte man meinen. Alle Straßen führen ans Ziel, ist es da nicht völlig egal, welches Verkehrsmittel man dazu nimmt? Natürlich ist das ganz und gar nicht gleichgültig, denn jedes genutzte Verkehrsmittel stellt andere Herausforderungen an den Fahrer und die verwendeten elektronischen Accessoires dar. Motorradfahrer, die ihr Bike nicht nur als reines Verkehrsmittel nutzen, sondern gerne ausgedehnte Touren fahren, wissen, dass es erhebliche Unterschiede zwischen PKW- und Motorrad Navis gibt.

Wichtige Unterschiede in der Bedienung

Allein die Anbringung eines Motorrad Navis stellt bestimmte Herausforderungen an den Hersteller dar. Wichtigster Unterschied zum PKW Navi: Die besten Motorrad Navis sollten immer wasserdicht sein, denn kein Biker kann sich allein auf Sonnenschein verlassen. Selbst bei strömenden Regen, der den Fahrer auf jeder Strecke überraschen kann, muss das Motorrad Navi zuverlässig arbeiten.

Bei Sonnenschein stellen sich wiederum ganz andere Probleme: Ungeschützt dem Licht ausgesetzt, kann ein herkömmliches Display zu stark spiegeln, so dass der Fahrer nichts mehr erkennen kann. Die besten Motorrad Navis haben daher ein mattes Display vorzuweisen.

Nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass das Navigationsgerät am Lenker deutlich größerer Erschütterung ausgesetzt ist, als dies bei einem PKW der Fall sein wird. Je nach Untergrund kann es hier zu so starkem Wackeln kommen, dass die Funktionalität des Geräts gestört wird. Die besten Motorrad Navis besitzen daher eine besondere Robustheit, sind Stoßfest und gegen Erschütterungen gefeit.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zum PKW Navi: Allein nach optischer Anweisung lässt es sich meist weniger sicher navigieren, daher ist es notwendig, dass das Navigationsgerät über eine entsprechende technische Vorrichtung verfügt, um die Navigationsansagen für den Fahrer trotz Helm hörbar zu machen. Im Klartext bedeutet dies bei günstigeren Modellen, dass es eine Anschlussmöglichkeit für Kopfhörer gibt, die in den Helm geleitet werden. Bestenfalls ist das Navi jedoch mit einer Bluetooth-Vorrichtung ausgerüstet, die die Ansagen an ein im Helm verbautes Headset weiterleitet.

Nicht zuletzt darf ein wichtiger Fakt nicht vergessen werden: Ein Motorrad Navi muss im Gegensatz zum PKW Navi auch mir groben Biker Handschuhen bedienbar sein.

Die schönsten Touren inklusive

PKW-Fahrer sind meist daran interessiert, entweder möglichst schnell oder auf einer möglichst kurzen Route ans Ziel zu kommen. Anders verhält es sich bei Motorrad-Fahrern. Das Biken ist ein Lebensgefühl, Meditation und Entspannung inklusive. Daher sind Biker an möglichst schönen oder interessanten Strecken interessiert. Hier gibt es bei den Navigationsgeräten deutliche Unterschiede in der Wahl der Touren. Die besten Motorrad Navis ermöglichen Voreinstellungen wie „kurvenreiche Strecke“, „Aussichtspunkte“ oder „schönste Strecken“. Die eigenen Routen lassen sich bei den besten Modellen auch aufzeichnen und nachverfolgen.

Welches Zubehör wird benötigt?

Viel Zubehör wird nicht benötigt, wenn du erst einmal in ein richtig gutes Navi investiert hast. Selbstverständlich solltest du in eine passende und stabile Halterung investieren, damit es dein Navi nicht bei der ersten Erschütterung aus den Angeln hebt.

Es lohnt sich, bei dieser Gelegenheit auf die benötigte Verkabelung zu achten. Je einfacher diese ist, umso besser lässt sich das Gerät selbst für Laien installieren.

Wie bereits angedeutet, solltest du auf ein gutes Headset, das in den Helm integriert wird, nicht verzichten. Gute Modelle sind hier ab circa 70 Euro erhältlich.

Die besten Motorrad Navis im Überblick

Das Motorradfahren erlebt in den letzten Jahren einen richtigen Boom. Folglich liegen auch Motorrad Navis im Trend, so dass es viele verschiedene Modelle auf dem Markt gibt. Die günstigsten Motorrad Navigationsgeräte sind ab 200 Euro erhältlich. Allerdings darf der Käufer hier nicht allzu viel erwarten. Die besonderen Anforderungen hinsichtlich Stoßfestigkeit, Stabilität und Wasserdichtigkeit setzen eine höhere Qualität in Verarbeitung und Material voraus. Daher sind die besten Motorrad Navis auch in deutlich höheren Preissegmenten ab circa 400 bis 700 Euro zu finden.

Unter den besten Motorrad Navis möchten wir folgende drei Modelle vorstellen.

Garmin Zumo 395LM

Bei Garmin handelt es sich ebenfalls um eine Größe auf dem Navigationsmarkt, und unter der Liste der besten Motorrad Navis darf das Garmin Zumo 395LM nicht fehlen. Es handelt sich hierbei um ein solides Mittelklasse-Modell, das ebenfalls zu einem Preis von rund 400 Euro erhältlich ist. Da es wahlweise auch als PKW Navi verwendet werden kann, ist dieses Modell eine sinnvolle Investition für Fahrer, die gleichermaßen mit PKW und Bike unterwegs sind.

Auch dieses Navi ist selbstverständlich stoß- und wasserfest, UV-Licht resistent und kann mit Biker Handschuhen bedient werden. In Sachen Sicherheit profitiert der Fahrer von einem optionalen Reifendruck-Kontrollsystem und weiteren Serviceeinstellungen. Ein besonderes Plus ist die Möglichkeit, individuelles Touren Routing einzustellen. Darüber hinaus liefert das Navi speziell für Biker individualisierte Verkehrswarnungen.

Garmin Zumo 395LM

 

TomTom Rider 450

TomTom ist auf dem Navi-Markt natürlich nicht wegzudenken, und auch im Bereich der Motorrad Navis liefert das Unternehmen eine gute Qualität. Dabei liegt dieses Navi preislich in einem verschmerzbaren Rahmen. Je nach Angebot ist das TomTom Rider 450 zu einem Preis von weniger als 400 Euro zu erwerben.

Dafür bietet das 4,3 Zoll große Display eine gute Lesbarkeit selbst bei starkem Sonneneinfall und ist wasserdicht. Das Touchdisplay ermöglicht es dem Fahrer einzustellen, ob er das Display mit einem dünnen oder dicken Handschuh bedienen will. Beides funktioniert zuverlässig. Eine hohe Stoßfestigkeit und eine Bluetooth-Schnittstelle sind inklusive. Darüber hinaus überzeugt dieses Gerät mit einer Vielzahl an Möglichkeiten, die gewünschte Strecke voreinzustellen.

TomTom Rider 450

 

Becker mamba.4 LMU

Das Becker mamba.4 LMU ist auch preislich mit dem TomTom vergleichbar. Auch dieses Navi wurde speziell auf die Bedürfnisse von Motorradfahrern angepasst. Eine sehr gute Bedienbarkeit des 4,3-Zoll-Displays selbst mit dickeren Handschuhen ist gewährleistet. Stoß-, wasser- und staubfest ist das Display auch gegen starken Sonneneinfall geschützt.

Auch dieses Modell bietet diverse Möglichkeiten, die gewünschte Strecke auf die persönlichen Anforderungen einzustellen. Darüber hinaus sind redaktionell geprüfte Touren einprogrammiert ebenso wie eine Liste der POI Hotels, die in Kooperation mit dem Portal: „BikerBetten.de“ gelistet werden.Die gefahrenen Routen können später bequem am PC verarbeitet werden.

TomTom Rider 450

 

Fazit

Alle drei Modelle bewegen sich im mittleren Preissegment und sind ein guter Kompromiss für jene, die in ein spezielles Motorrad Navi investieren, dafür aber nicht unbedingt ein kleines Vermögen ausgeben wollen.

Der direkte Vergleich lohnt sich immer, um das auf die eigenen Bedürfnisse am besten zugeschnittene Navi zu finden.