Eine kleine Navi-Geschichte aus Mexico

veröffentlicht am 28. Oktober 2016 in Navi-Blog von
vw Käfer in Mexico

Mittendrin im Gassengewirr

Die vielbefahrene, breite Strasse gabelt sich urplötzlich und wird zur schmalen Gasse. Sie führt steil in eine Senke hinab. Wir schalten einen Gang runter und bremsen unser Auto mit dem Motor. Bunte Häuserzeilen ziehen vorbei, Fahrrad- und Motorradfahrer überholen ungeduldig, Strassenhunde suchen das Weite, manchmal auch nur widerwillig. Ich drehe und wende die zerknüllte Papierkarte, versuche herauszufinden, wo wir uns befinden. Ob wir auf dem richtigen Weg sind?

Wir sind irgendwo, in einer Kleinstadt in Mexiko, die doch wieder gar nicht so klein ist und suchen ein Hotel, wo wir übernachten können. Irgendwo hier sollte es sein, glauben wir zu wissen. Aber so schön all die Kolonialstädte und Naturschönheiten Mexikos sind, so mühsam sind es die Strassen und der mitunter verrückte Verkehr.

Unterwegs auf Mexiko’s Strassen

Etwas ist ganz und gar klar, langweilig wird es nicht beim Unterwegssein auf Mexiko’s Strassen! Überraschungen sind immer möglich und die beengten Platzverhältnisse müssen mit sehr vielen Verkehrsteilnehmern geteilt werden. Weitere Hindernisse sind Geschwindigkeitsbegrenzungen, „Topes“ genannt.

Diese sind oftmals so hoch, dass ganz abgebremst werden muss. Auf die Schilder, die die „Topes“ ankündigen, ist nicht immer Verlass und auch nicht immer, ist die gelbe Farbe, mit denen sie bemalt sind, noch zu sehen. So müssen wir immer wieder scharf bremsen und mehr als einmal auch die Zähne zusammenbeissen, weil wir nicht mehr rechtzeitig reagieren können und es gehörig rumpelt.

Neben den „Topes“ gibt es noch andere Gegebenheiten, die das Selbstfahren in Mexiko zum Abenteuer machen. Ortsschilder fehlen fast gänzlich und wie der Strassenzustand ist, ist nie absehbar, die Routenplanung gestaltet sich schwierig. Mehr als genug Zeit einzuplanen für die einzelnen Strecken ist unabdingbar.

In der Sackgasse

Zurück in die enge Strasse, wo ich noch immer versuche herauszufinden, wo wir uns befinden und mein Partner versucht die Lage im Griff zu behalten. Wir folgen langsam dem Strassenverlauf und scheinen ein Hindernis für die anderen zu sein. Die ersten verlieren die Geduld und tun dies mit lautstarkem Hupen kund. Wir glauben auf dem richtigen Weg zu sein und fahren weiter. So lange bis das unvermeidliche passiert – die Strassen endet, wir finden uns in einer Sackgasse wider.

Nerven behalten ist angesagt!

Um uns herrscht Chaos, jeder will irgendwie an uns vorbei, die Ungeduld wächst, unsere Nervosität ebenso. Wir müssen das Unmögliche versuchen und hier irgendwie wenden. Wären wir doch bloss, hätten wir doch nicht…

Es bleibt uns nichts anderes übrig. Wir manövrieren unser Auto rückwärts, schieben es Zentimeter um Zentimeter vorwärts. Versuchen das Drumherum auszublenden und nur darauf zu achten nichts und niemanden zu touchieren, der Schweiss rinnt und bestimmt wachsen uns eben ein paar graue Haare… Irgendwann ist es geschafft, wir können wenden und das Gewusel hinter uns lassen.

Jetzt vertrauen wir nicht mehr auf unsere Karten, sondern fragen, die Einheimischen um Rat. Unser Spanisch reicht um sie zu verstehen und nach ein paar Versuchen finden wir das gesuchte Objekt endlich. Puuh! Jetzt legen wir aber die Füsse hoch und gönnen uns ein kühles Getränk!

Unterwegssein mit Navigationsgerät

Wären wir in die gleiche Situation gekommen, wenn wir mit einem Navigationsgerät gefahren wären? Vermutlich nicht. Das kleine Gerät hätte uns von der Sackgassen-Strasse und somit von einigem Stress abgehalten. Die Sprachassistenz hätte mit Nachdruck darauf hingewiesen, uns für eine andere Option zu entscheiden.

Auf Mexiko’s Strassen eher nicht nötig, in anderen Weltregionen hingegen unverzichtbar, auch der Live-Traffic. Verkehrsflüsse werden angezeigt, Staus können so gezielt umfahren werden. In einer Welt, wo Zeit Geld ist, unverzichtbar.

Navigationsgeräte erleichtern das Unterwegssein und sorgen dafür, dass Ziele stressfrei erreicht werden. Die eigene Position ist jederzeit ersichtlich und sowohl Sprachassistenz, als auch Live-Traffic, helfen sich im Strassengewirr zurecht zu finden.

Positive Aspekte Navigationsgeräte

  • Dass du dich plötzlich in einer engen Sackgasse wieder findest, passiert nicht
  • Sprachassistenz ermöglicht, dass die volle Aufmerksamkeit dem Verkehr geschenkt werden kann. Auch der Beifahrer kann sich auf das Geschehen auf der Strasse konzentrieren – Unfallprävention!
  • Live-Traffic führt zu Zeitersparnis
  • Ziele werden leicht gefunden – auch versteckte.
  • Die schnellsten Routen werden leicht gefunden.

Negative Aspekte Navigationsgeräte

  • Der persönliche Kontakt geht weitgehend verloren. Das ist gerade auf Reisen sehr schade, denn aus einer kleinen Frage nach dem Weg, kann schnell eine interessante Konversation werden. Einblicke in das Leben des Gesprächspartners werden möglich.
  • Oft verharrt der Blick auf dem Navigationsgerät, die Umgebung wird weniger wahrgenommen und dem eigenen Orientierungssinn wird kein Vertrauen geschenkt, da das Gerät den Weg besser kennt.
  • Ein Navigationsgerät wählt nicht zwingend den schnellsten Weg, manchmal wird man in einem grossen Bogen zum Ziel gelenkt – je nach Qualität der verwendeten Karten.

Fazit

Ein Navigationsgerät bietet auf den Strassen Europa’s sehr gute Dienste und hilft Ziele schnell und sicher zu finden. In unserer schnelllebigen Zeit einfach unverzichtbar!

Auf einer Autoreise ins Ausland gilt es abzuwägen. In chaotischen Städten bietet das Gerät viel Hilfe, bereichernde Erfahrungen mit Einheimischen, die aus einer banalen Frage nach dem Weg, entstehen können, gehen aber vielleicht verloren. Auch vermeintliche Umwege, die zu Reisehighlights werden können, gehen verloren.


Kommentar schreiben

*


Noch keine Kommentare