TMC und Live-Traffic Dienste

veröffentlicht am 9. September 2016 in Navi-Blog von
Navi meldet Stau

Viele Hersteller von Navigationsgeräten werben mit der Fähigkeit, aktuelle Staus in der Route zu berücksichtigen und umfahren zu können. Dank der heute verfügbaren Verkehrslagedienste ist das möglich. Eine Neuerfindung ist das allerdings nicht. So wie viele andere Technologien, haben sich Verkehrslagedienste rasant weiterentwickelt. In diesem Beitrag stellen wir alle zur Verfügung stehenden Dienste, von alt bis neu vor.

TMC – Traffic Message Channel

TMC – So heisst der erste Dienst für Verkehrsinformationen, das bereits 1997 eingeführt wurde. Über den kostenlosen Dienst werden die Verkehrinformationen via Radiosignal von den Navigationsgeräten empfangen. Die Informationen stammen überwiegend von der Polizei oder von örtlichen Radiosendern. Die Aktualisierung der Daten efolgt etwa alle 15 Minuten.

TMC Pro

Seit etwa 2005 steht der kostenpflichtige Dienst TMC Pro zur Verfügung. Hier werden die Verkehrinsformationen noch präziser übermittelt. Denn neben den Informationen der Polizei und den Radiosendern, werden die Daten von ca.4000 Sensoren von den Bundesautobahnen ausgewertet und den Geräten mit vorhandener Lizenz übermittelt. Häufig ist bei einem Neukauf die TMC Pro Lizenz im Preis enthalten. So wie bei unserem Volks-Navi.

Live-Traffic Dienste

Der neueste Stand der Technik auf diesem Gebiet sind Live-Traffic Dienste, die Verkehrsinfos via Internet oder digitalem Verkehrsfunk DAB+ im Minutentakt übertragen. Für die Internetanbindung wird häufig ein Smartphone mit entsprechender App benötigt. Einige Navis verfügen allerdings auch über ein integrierten Steckplatz für Sim-Karten.

TomTom Traffic und Garmin Live Traffic heißen die Dienste der wohl bekanntesten Hersteller für Navigationsgeräte und sind in der Regel ohne laufende Kosten zu verwenden.

Bei Live-Traffic Diensten werden zusätzlich zu den üblichen Datenquellen, Echtzeitdaten von Verkehrsteilnehmern einbezogen. Jeder der diesen Dienst in Anspruch nimmt, gestattet gleichzeitig eigene Daten wie Geschwindigkeit, Position etc. preiszugeben. So erkennt der Dienst z.B. wenn mehrere Geräte auf einer Strecke zeitgleich melden, dass der Verkehr etwas zäh fliesst.


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